Kaufmann Andreas Nikolaus Peter Ludvig Schniedewind  ‎(I215)‎
Apellidos: Schniedewind
Nombre de pila: Andreas Nikolaus Peter Ludvig
Prefijo: Kaufmann
También conocido como: Peter

Sexo: HombreHombre
      

Nacimiento: 24 noviembre 1804 43 31 Lübeck
Defunción: 11 octubre 1874 ‎(Edad 69)‎ Riga
Detalles Personales
Nacimiento Nacimiento 24 noviembre 1804 43 31 Lübeck

Bautismo Bautismo 1 enero 1805 ‎(Edad 38 días)‎
Matrimonio Matrimonio Helene Gertrud Ottilie Wendt - 27 noviembre 1815 ‎(Edad 11)‎ Riga

Descripción Blaue Augen
Defunción Defunción 11 octubre 1874 ‎(Edad 69)‎ Riga

Causa: Astma u. Herzleiden
Identificador universal 6C4D2C583A177F4EB89601C61EA5830AC0C1
Último cambio Último cambio 4 abril 2005 - 02:27:41
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Familia de los padres  (F335)
Böttchermeister Hermann Peter Schniedewind
1761 - 1835
Magdalena Dorothea Holtz
1773 - 1856
Kaufmann Andreas Nikolaus Peter Ludvig Schniedewind
1804 - 1874
Johannes Schniedewind
-

Familia inmediata  (F76)
Helene Gertrud Ottilie Wendt
1816 - 1861
Louise Ottilie Marie Schniedewind
1850 - 1921

Familia inmediata  (F336)
Annette Borstelmann
- 1840
Pauline Schniedewind
1837 -
Bertha Schniedewind
1838 -


Notas

Nota
Mein Vater, ‎(Andreas Nikolaus)‎ Peter Schniedewind, geb. zu Lübek 1804, gest. 1874 zu Riga, war Weinhändler und gehörte zur Kaufmannschaft grosser Gilde. Er war ganz jung als "Handlungsgehilfe" in Riga eingewandert. Nach dem Tode des Grossvater Hermann Peter Schniedewind sollte der zweite Sohn, Johannes, das Geschäft übernehmen, er zog aber vor, es zu verkaufen und nach Amerika auszuwandern. Dort ist er noch jung gestorben, ohne es zu etwas gebracht zu haben. Johannes und der ältere Sohn Peter, mein vater, waren Kinder aus der zweiten Ehe meines Grossvaters mit Magdalena Dorothea Holtz. Mein vater erzählte wenig aus seiner Jugend, von den Eltern sprach er fast nie. Viel freuden sind den Kindern wohl nicht geboten worden, es war eine harte Zeit, der Grossvater wird nur das nodwendigste für seine Familie erworben haben. " ‎(Seite 5)‎
"Schon als Knabe hatte mein Vater den heissen Wunsch Theologie zu studieren und Missionar zu werden. Er musste diesen Wunsch aber aufgeben, da die Mittel zum Studium fehlten und musste Kaufmann werden. Mein vater kam also in die Lehre zu einem Onkel Bruhns in Lübek, der eine Weinhandlung hatte. das muss aber eine schwere Zeit gewesen sein, von der er noch im Alter mit Bitterkeit sprach. Wann er nach Riga ging, kann ich nicht mehr feststellen, es wird wohl in der ersten Hälfte der zwanziger ‎(<1825)‎ gewesen sein. In Riga trat der Vater in ein hochangesehenes Geschäftshaus "Brederloo" hiess es. der Besitzer war nicht nur Kaufmann sonder kunstverständiger Herr mit eine schöne Gemäldesammlung u. öffnete 2x wöchentlich sein Haus, damit seine Schätze auch andere erfreuten. Eins seiner ersten Aufträge war ein Fässchen Rotwein an den Pastor Wilhelm Pantenius in Mitau zu senden ‎(Vater von Theodor Hermann Pantenius)‎. Während meinem Vater die pflege des Weins oblag, und er im Keller arbeitete, war Friedrich Schaar im Comptoir angestellt. Heinrich Wenditz war Kapitän des schmucken Segler Unternehmung aus Lübek, alle drei gefielen einander, befreundeten sich und als nach einigen jahren jeder etwas erspart hatte, gründeten sie unter der Firma Friedrich Schaar und Comp. ein eigenes Weingeschäft in Riga, es muss wohl ende der zwanziger oder anfang dr dreissiger gewesen sein. Die drei Freunde Schaar, Schniedewind u. Wenditz heirateten drei Schwestern Borstelmann, Martha, Annette und Luise. Die Ehe meines Vaters mit Annette ‎(2ten. Ehe)‎ währte nur einige Jahre, ein schweres Lungenleiden raffte die Frau 1840 dahin nachdem sie 2 Töchter, Pauline u. Bertha das Leben gegeben hatte. Eine unverheiratete Schwester von Annette, Constanze, zog zu meinem Vater, pflegte die Kinder u. führte ihm den Haushalt bis zu seiner Verheiratung mit meiner Mutter Ottilie Wendt, Tochter des Pastor an der Jesuskirche in Riga, David Wendt u. seiner Frau Charlotte, geb. Poulet ‎(3te. Ehe)‎." ‎(seite 7)‎ Meine Mutter hatte eine Stellung angenommen beim Bürgermeister ‎(von Riga)‎ Westberg, wo mein Vater sie kennen lernte. ‎(S. 9)‎ Mein Vater war ein grosser, schlanker Mann mit schönen grossen, blauen Augen, einer Adlernase und feingeschnittenem Mund. Ein kurzer, hinaufgekämmter Backenbart vervollständigte den echten Hanseatentypus. Durch einen festen, schlichten Charakter flösste seine Persönlichkeit jedermann Respekt ein, u. nichts Gemeines oder Plattes hätte sich an ihn herangewagt. Doch konnte sein schönes, ernstes Auge auch in Güte und Heiterkeit strahlen, und als ein schweres Herz- u. Asthmaleiden es noch gestattete, hat er oft an unsere Spielen in Haus und Garten teilgenommen. Unsere Lebensverhältnisse waren ganz patriarchalisch. Wir sowohl wie Schaars hatten je einen Diener, eine Köchin, ein Jungfer, ein Stubenmädchen, gemeinsam einen Hausknecht, der das Frühstück holte, Holz trug u. die Strasse kehrte, u. einen Kutscher. Wir hielten drei Pferde für unseren persönlichen Gebrauch, von denen eines auch von Onkel Schaar geritten wurde. Für das Geschäft waren zwei Pferde u. ein zweiter Kutscher da. Die dritte Etage unseres Hauses hatte 7 Erkerzimmer, von denen Tante Constanze eines, die französiche Gouvernante eines, die übrigen aber von den jungen Leuten des Geschäftes bewohnt wurden. Die Jungen Leute speisten auch bei den beiden Chefs zu Mittag und zu Abend. Mittags ass jede Familie für sich mit je der Hälfte der jungen Leute bei uns unten, am nächsten Abend aber wir u. alle jungen Leute oben bei Schaars. Auch Sonn- u. Festtagen wurden abgewechselt. ‎(S. 14)‎. Das erste Fest, das im umgebauten, noch nicht ganz fertigen Haus gefeiert wurde, war unseres langjährigen Dieners Brunow Hochzeit. Die Braut war natürlich eine Jungfer von Schaars, wie denn das Verlieben u. Verloben im hause sehr häufig war. Brunow hatte das Ziel aller tüchtigen Diener erreicht und war "Ligger" geworden. Ein Ligger musste die Quantität des eingehenden Flachses buchen u. das Aufstapeln in den Speichern beaufsichtigen. Ebenso gesucht war das Amt eines "Messers". Die Messer hatten das Messen des Getreides u. das Füllen der Säcke zu beaufsichtigen u. zu buchen. Brunows Nachfolger erreichte dieses Ziel. ‎(S. 15)‎. Von der dritten Etage, ging eine schmale, steile Treppe zum "Tempelchen" auf dem umfriedeten Dach. Eelch herrlichen blick hatte man von dort auf den breiten Strom ‎(Dünna)‎ hinauf u. hinunter bis zur Weissen Kirche, dem Wahrzeichen für alle heimkehrenden Rigafahrer, auf halbem Wege zwishen Dünamünde u. der Stadt gelegen. Vor uns lag, gerade auf unser Haus mündend, die 1 km lange, schwimmende Holzbrücke u. auf dem Strom ein Wald von Masten. In meiner Jugend war die Dampfschiffahrt noch nicht allgemein. Wie schön war das Bild der Zwei- u. Dreimaster-Segler, die am Kai u. an der Brücke lagen! Am Kai sahen wir 3 u. 4 hintereinander, löschend, ladend, nur mit zwei schwankenden brettern mit dem Ufer, mit einem Brett untereinander verbunden. Rechts der Brücke die Segler, links der Brücke die "Strusen", breite, flache, plumpe, mastlose Schiffen, die im Frühling stromabwärts kamen und Flachs u. Getreide aus dem Inneren Russlands brachten. Welch ein geschäftiges Eilen der schwerbeladenen Träger, herüber u. hinüber, welch schnelles Fahren der "Rosspusken", die die Ladung aus den Speichern den Schiffen zuführten! da wurden die Pferde nicht geschont, und in beängstigendem galopp ging es die von Leinsamen schlüpfrige Auffahrt hinauf und hinunter, ein donnerndes Geräusch verursachend. Welcher Anblick, wenn bei Sturm dieser mastenwald in Bewegung geriet, die Brücke für den Verkehr gesperrt wurde, jede Arbeit aufhörte, der mächtige Strom in Wellen heranbrauste, sich an der Brücke brach, u. der weisse Gischt hinüberschlug. ‎( S. 19)‎. Nach Mutters Tod, verschlechterte sich die gesundheit, die alten herren tretten zurück im Geschäft zu gunsten Schaars Sohn, Papa widmete sich nun ganz seinen städtischen Ämtern, unter denen ihm die Gasanstalt und die Verwaltung des "Heiligen Geistes" am meisten Arbeit machten, und mehreren Wohltätigkeitsanstalten, für die er meist die Kasse verwaltete und die Bücher führte. Auch die "Bibelgesellschaft" die Untestüzungskasse für evangelische Lutherische Gemeinden in Russland und andere Vereine arbeitete er." S. 51.etc.
‎(Aus dem Buche "Jugenderinnerungen aus dem alten Riga" von Louise Pantenius geb. Schniedewind. Louise Ottilie Marie Schniedewind verfasste für ihre Familie1912 "Jugenderinnerungen aus dem alten Riga". Nachdruck Verlag Haro v. Hirschheydt, 1959. Und Fotomechanischer Nachdruck 1978, selbigen Verlag, isbn 3777700614, in mein Besitz in Esquel. (Pedro Pantaenius 2018)‎

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Fuentes

Fuente
Jugenderinnerungen aus dem alten Riga
Publicación: Die Baltische Bücherei Band 1
  Fecha de la entrada en la fuente original: 1978

Nota: Louise ist die Tochter und beschrieb, unter anderem ihr Vater im Buch

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Audiovisuales
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Familia con los padres
Padre
Böttchermeister Hermann Peter Schniedewind ‎(I889)‎
Nacimiento 1761 Lübek
Defunción 1835 ‎(Edad 74)‎ Lübek
12 años
Madre
 
Magdalena Dorothea Holtz ‎(I890)‎
Nacimiento 1773 Lübeck
Defunción 1856 ‎(Edad 83)‎ Lübeck
nº1
Kaufmann Andreas Nikolaus Peter Ludvig Schniedewind ‎(I215)‎
Nacimiento 24 noviembre 1804 43 31 Lübeck
Defunción 11 octubre 1874 ‎(Edad 69)‎ Riga
nº2
Hermano
Familia con Helene Gertrud Ottilie Wendt
Kaufmann Andreas Nikolaus Peter Ludvig Schniedewind ‎(I215)‎
Nacimiento 24 noviembre 1804 43 31 Lübeck
Defunción 11 octubre 1874 ‎(Edad 69)‎ Riga
11 años
Esposa
 
Helene Gertrud Ottilie Wendt ‎(I216)‎
Nacimiento 26 febrero 1816 Riga
Defunción 12 diciembre 1861 ‎(Edad 45)‎ Riga

Matrimonio: 27 noviembre 1815 -- Riga
35 años
nº1
Hija
Louise Ottilie Marie Schniedewind ‎(I213)‎
Nacimiento 30 noviembre 1850 46 34 Riga
Defunción 19 junio 1921 ‎(Edad 70)‎ Leipzig
Familia con Annette Borstelmann
Kaufmann Andreas Nikolaus Peter Ludvig Schniedewind ‎(I215)‎
Nacimiento 24 noviembre 1804 43 31 Lübeck
Defunción 11 octubre 1874 ‎(Edad 69)‎ Riga
Esposa
Annette Borstelmann ‎(I891)‎
Defunción 1840 Riga
nº1
Hija
Pauline Schniedewind ‎(I893)‎
Nacimiento 1837 32 Riga
1 año
nº2
Hija
Bertha Schniedewind ‎(I894)‎
Nacimiento 1838 33 Riga